Die Stoßwellentherapie: Altbewährtes auf neuen Wegen

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Die Ursprünge der fokussierten Stoßwellenbehandlungen liegen in der Urologie. So wurden 1980 erstmalig in Deutschland Nierensteine durch von außen eingeleitete Energiewellen zertrümmert. Als Nebeneffekt wurde schon damals eine Verdickung des Beckenknochens bemerkt. Diese wird in der heutigen Zeit zur Therapie der Falschgelenkbildung genutzt.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen der folgenden Jahrzehnte haben gezeigt, dass die Wirkung der Stoßwellen nicht auf dem mechanischen Zertrümmern der entsprechenden Strukturen beruht. Stattdessen werden über die eingebrachten Energien viele molekular-zelluläre Effekte positiv beeinflusst. Es kommt unter anderem zur Zellregeneration, die Dichte der schmerzleitenden Fasern wird reduziert und die Zusammensetzung der Kollagenfasern in den schmerzenden Gewebeanteilen verändert.

Dies führt zu einem insgesamt verbesserten Stoffwechsel und einer verbesserten Durchblutung in der entsprechenden Körperregion. Außerdem erfährt der Patient eine Schmerzlinderung. Diese Effekte prädestinieren die Stoßwellentherapie insbesondere für den Einsatz in Arealen mit trägem Stoffwechsel – zum Beispiel bei Entzündungen der Achillessehne – und haben sie zu einem festen Bestandteil der orthopädischen Behandlung werden lassen.

  • Das Spektrum sportorthopädischer Krankheitsbilder umfasst inzwischen eine Vielzahl weiterer Erkrankungen und Schmerzzustände:
  • Fersensporn (Plantarfasziitis)
  • Kalkschulter und andere
    Sehnenverkalkungen
    (Tendinosis calcarea)
  • Tennisellenbogen und
    andere Sehnenansatzreizungen (Insertionstendinopathien)
  • Muskelverspannungen
    (Myogelose, myofasziale Schmerzsyndrome)
  • Falschgelenkbildung
    (Pseudarthrose)

    Der Einsatz der Stoßwellenbehandlung zeigt viele Parallelen zum sportlichen Training: So kommt es durch die einmalige Behandlung nicht zu einer sofortigen Schmerzfreiheit, da zuerst eine biologische Reaktion ausgelöst wird. Die gewünschte Schmerzlinderung und spätere Heilung erfolgt dann durch körpereigene Prozesse zwischen und auch nach den einzelnen Therapiesitzungen. Für ein Krankheitsbild sollten drei bis fünf rund 20-minütige Therapiesitzungen jeweils im Abstand von ungefähr einer Woche eingeplant werden.


    Christoph Tobias und
    Dr. Werner Muth
    Praxisklinik Stadthagen
    Zertifiziertes Zentrum
    für Stoßwellentherapie
    Am Markt 12 – 16
    31655 Stadthagen
    Tel. 05721 / 994670
    info@praxisklinik-stadthagen.de
    www.praxisklinik-stadthagen.de